Landesschülerausschuss
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Berliner Zeitung: Wir brauchen Protest von allen Seiten.
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Artikel von Sebastian Dörfler erschienen in der Berliner Zeitung, am 06.04.2011:
Jonas Botta (17) ist der Schülersprecher von ganz Berlin und besucht das Werner-von-Siemens-Gymnasium am Schlachtensee. Das Mitglied der Grünen Jugend hat Verständnis für die Forderungen der Lehrer. Für gemeinsame Aktionen gehen sie ihm allerdings nicht weit genug.
Herr Botta, ist es nicht schön für Schüler, wenn ihre Lehrer streiken?
Bestimmt freuen sich erst einmal viele, wenn der Unterricht kurzfristig ausfällt. Aber wir haben schon jetzt ein sehr großes Problem in Sachen Unterrichtsausfällen. Die Schüler verstehen aber die Lehrer, die sich beteiligen. An meiner Schule hatte der Streik jedoch kaum Auswirkungen. Auf Aushängen stand, dass Stunden ausfallen könnten, und von den Lehrern beteiligte sich, soweit ich weiß, ungefähr jeder Zehnte.
Müssen die Schüler nicht auch viel mehr arbeiten, seit die Schulzeit bis zum Abitur auf zwölf Jahre verkürzt wurde?
Auch bei uns hat der Druck stark zugenommen. Vielfach fühlen sich Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern allein gelassen vom Senat. Die Angst um die Studienplätze ist groß, dadurch verstärkt sich der Leistungsdruck, insbesondere unter den Schülern, die keine 11. Klasse hatten.
Haben Sie denn Verständnis für die Forderung der Lehrer nach einer Altersermäßigung ihrer Arbeitszeit?
Ich kann das gut nachvollziehen. Die Belastung ist sehr hoch. Lehrer müssen oft als Ersatz einspringen, es gibt eine Menge Klausuren, die Gefahr eines Burnout ist groß – natürlich will man diesen Stress im höheren Alter dann eher runterfahren. Generell sollte im Kollegium natürlich eine ausgewogene Mischung aus älteren und jüngeren Lehrern sitzen.
Wie ist das bei Ihnen an der Schule?
Der Altersdurchschnitt unserer Lehrer liegt wohl bei um die fünfzig. Wir hatten zahlreiche Ausfälle an der Schule, vor allem Herzinfarkte, Bandscheibenvorfälle und Hörstürze haben sich gerade in den letzten Monaten gehäuft.
Wie wichtig ist der Streik denn im Rahmen der Bildungsproteste – gehen Ihnen die Forderungen der Lehrer da weit genug?
Was im Zuge der Bildungsproteste kommen wird, ist die Forderung nach einer besseren Bildungsqualität und einer besseren Ausstattung. Egal in welchem Bezirk, es ist einfach zu wenig Geld da, sei es für Renovierungen oder zusätzliche Lehrer. Zwar sollen jetzt vielfach neue Lehrer eingestellt werden, aber das sind nur kosmetische Eingriffe, bei denen bisher befristete Stellen in unbefristete umgewandelt werden. Was wir also brauchen, wären Proteste für alle, von allen Seiten – von Lehrern, Eltern und Schülern – die auf die generellen Bildungsmängel abzielen. Also auf den Lehrermangel, die mangelnde Qualität des Unterrichts und die mangelnde Materialausstattung. Wir lassen uns nicht länger gegeneinander ausspielen.
Berliner Zeitung: Aufruf zum Schülerstreik
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Artikel von Martin Klesmann erschienen in der Berliner Zeitung, am 16.11.2011:
Linke Gruppen haben zu einem Schülerstreik in der Hauptstadt aufgerufen: Schüler sollen sich gemeinsam mit Studenten um 12 Uhr vor dem Roten Rathaus versammeln.
Berliner Schüler wollen sich an den bundesweiten Protesten am Donnerstag beteiligen. Linke Gruppen wie die Initiative „Bildungsblockaden einreißen“ haben zu einem Schülerstreik in der Hauptstadt aufgerufen. Schüler sollen sich gemeinsam mit Studenten um 12 Uhr vor dem Roten Rathaus versammeln. Gefordert wird mehr Geld für Schulen und Hochschulen sowie mehr Chancengleichheit im Bildungssystem.
Im Zeichen der Finanzkrise bekomme die Demonstration besondere Bedeutung, so die Initiatoren. „Die Perspektive für Berliner Schüler auf ein auskömmliches Leben ist in weite Ferne gerückt“, heißt es in einem Offenen Brief des Bündnisses. „An den großen Universitäten in Berlin ist kaum noch ein Jugendlicher mit einem Numerus Clausus von größer als 1,3 zugelassen.“ Der GEW-Landesvorstand forderte Lehrer auf, streikbereite Schüler zu unterstützen. So sollen keine Klausuren für Donnerstag angesetzt werden. Der Landesschülerausschuss, das oberste Schülergremium, zählt diesmal nicht zu den Initiatoren. Politisch zu unkalkulierbar erscheint das Bündnis: „Es lohnt sich aber, wenn Schüler für ihre Anliegen auf die Straße gehen“, sagte Landesschülersprecher Jonas Botta.
Bildungsprotest am 9.6.2011
Mit ungefähr 5000 Beteiligten war der Bildungsstreik schonmal kein flop aber noch lange nicht genug um wirklich zu verdeutlichen wie wichtig es den Schülern, Eltern und Lehrern von Berlin mit ihren Zielen ist.
Am 10. September 2011 erwartet der LSA von den Berliner Schülern eine noch größere Beteiligung am Protest der sich dann wiederholt!
hier ein paar Impressionen der heutigen Demonstration unsere Unzufriedenheit:
Die Massen an Protestierenden auf dem Weg zum Brandenburger Tor wo die Abschlusskundgebungen stattfinden würden.
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